Unternehmer aufgepasst:
- hemmelmayr
- 26. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Psychohack: Der richtige Umgang mit Unternehmenskrisen -und wie wir gut durch Überlastungphasen kommen – ohne uns selbst zu sabotieren!
Ich komme derzeit immer häufiger zu Unternehmen wenn es schon ordentlich knistert. Teams stehen unter Strom, aber sie kommen nicht voran. Reibung, Spannungen und innere Konflikte binden enorme Energie – Energie, die nach außen fehlen. Die Folge sind sinkende Motivation, wachsende Unzufriedenheit und ein gefährlicher Stillstand. Gerade in Krisenzeiten wäre genau das Gegenteil nötig.
Denn eine Krise bedeutet nicht nur weniger Aufträge, sondern oft auch zu viel Arbeit, zu wenig Klarheit und kaum Raum für Orientierung.Krisen erzeugen Druck -> Druck erzeugt Stress -> Und Stress ist einer der größten Leistungskiller überhaupt.

Die Unternehmensführung ist gefordert.
Viele Führungskräfte und Organisationen reagieren in schwierigen Phasen mit noch mehr Kontrolle, noch mehr Druck, noch mehr Tempo. Psychologisch ist das genau das Gegenteil von dem, was jetzt hilft.
Die unsichtbare Abwärtsspirale beginnt:
Stress wirkt nicht linear, sondern eskalierend:
Stress → mehr Fehler → mehr Stress → mehr Fehler und unzufriedenheit → Konflikte → sinkender Deckungsbeitrag!
Mitarbeitende nehmen Krisen sehr genau wahr – auch dann, wenn niemand offen darüber spricht. Das Gehirn schaltet auf Alarm. Und dann gibt es meist nur zwei Reaktionsmuster:
Kampfmodus
Aktionismus, Überstunden, Reibung, steigende Fehlerquote
Rückzug
Dienst nach Vorschrift, innere Kündigung, Resignation
Je höher und länger die Belastung, desto wahrscheinlicher ist Variante zwei.
Der eigentliche Psychohack:
Der Hebel liegt nicht im „Härter arbeiten“, sondern im Stress rausnehmen, um Leistung zu stabilisieren.
Das ist kein Wohlfühlkonzept – das ist ökonomisch sinnvoll.
Weniger Stress bedeutet:
geringere Fehlerhäufigkeit
bessere Entscheidungen
höhere Konzentration
stabilere Ergebnisse
Was wirklich hilft in Phasen hoher Belastung
1. Echtes Verständnis zeigen
Nicht beschwichtigen. Nicht relativieren.
„Ich sehe, dass euch das belastet.“„Diese Sorge ist nachvollziehbar.“
→ Menschen wollen verstanden werden, nicht beruhigt.
2. Zuhören – ohne sofort Lösungen zu präsentieren
Zuhören senkt Stress bereits messbar.
Raum für Sorgen geben
Nachfragen statt verteidigen
Schweigen aushalten
→ Oft entsteht Entlastung vor jeder Lösung.
3. Sorgen ernst nehmen & konkret unterstützen
Keine leeren Versprechen. Kleine, spürbare Entlastungen wirken stärker als große Ankündigungen.
Fragen wie:
„Was würde dir jetzt konkret helfen?“
„Wo entsteht gerade der meiste Druck?“
4. Klarheit schaffen
Unsicherheit ist der größte Stressverstärker.
Klar beantworten:
Was ist das Ziel?
Was ist fix – was offen?
Was ist aktuell nicht beeinflussbar?
Wann gibt es neue Informationen?
→ Klarheit reduziert Angst stärker als Optimismus.
5. Handlungsspielräume aufzeigen
Menschen brauchen Selbstwirksamkeit.
Was kann jede*r Einzelne jetzt tun?
Wo lassen sich Fehler vermeiden?
Welche kleinen Schritte bringen sofort Entlastung?
→ Auch kleine Hebel geben Kontrolle zurück.
6. Verantwortung gemeinsam tragen
Nicht:
„Jeder ist selbst verantwortlich.“
Sondern:
„Jeder trägt seinen Teil – und wir tragen ihn gemeinsam.“
Das schafft Sicherheit statt Konkurrenz.
Fazit
Angst macht leise. Sicherheit macht handlungsfähig!.
Wenn Führungskräfte in Krisen Druck durch Vertrauen und Zuversicht ersetzten sinken die Fehler, stabilisiert sich die Leistung –und die Mitarbeiter kommen schneller, gesünder und nachhaltiger durch Überlastungsphasen.




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